Sonntag, 23. Januar 2011
Was ist Liebe? Was ist Sex?
Hans und Franz sind die beiden Protagonisten dieser Geschichte, mit ihrem Dialog zum Thema Sex und Liebe, möchte ich meine Gedanken zum Thema aufschreiben.


Hans: „Franz warst du schon einmal sehr verliebt?“

Franz: „Natürlich wahr ich schon einmal sehr verliebt. Das erste mal in meine Schulfreundin Liesa. Damals war ich zwölf Jahre alt. Danach noch einige male in Frauen die besonders hübsch waren oder weil man sich sehr gut mit ihnen unterhalten konnte.“

Hans: „Müssen die Frauen in die du dich verliebst besonders hübsch sein oder können sie auch nicht besonders schön oder sogar hässlich sein?“

Franz: „Na ja, also Schönheit ist natürlich ein besonderer Grund warum man sich in eine Frau verkuckt. Aber es ist nicht die Voraussetzung um sich in eine Frau zu verlieben. Da zu gehört sicherlich noch mehr. Ein hässlicher Charakter hinter einem hübschen Gesicht ist oft der Grund für eine unglückliche Liebe.

Hans: „Wenn du dich in ein Mädchen oder in eine Frau verliebt hast wurdet ihr dann immer ein Paar aus euch?“

Franz: „Na hör mal so ein toller Mann bin ich ja nun auch nicht, dass sich alle Frauen die ich gut leiden kann, sich in mich verlieben.

Hans: „Ja aber wie bringst du die Frau dazu sich in dich zu verlieben. Machst du ihr Komplimente und schaust du sie verliebt an?“

Franz: „Ich weis nicht wie das geht. Es kommt dann so über einen. Man sagt ja wenn sich zwei Menschen verlieben, da hat es geschnackelt. Also bei mir ist es so, dass ich das Gefühl habe, als ob ich Schmetterlinge im Bauch habe, wenn ich mich in eine Frau verliebt habe. Dann habe ich auch nur schöne Worte für sie und schenke ihr Blumen und was man ebenso macht wenn man verliebt ist.“

Hans: „Denkst du dabei auch schon an Sex wenn du sie gerade kennen gelernt hast?“

Franz: „Das kommt darauf an wie das Zwischen uns beiden angefangen hat. Wenn wir am Anfang nur Gespräche geführt haben, spielt der Sex noch keine Rolle.
Wenn aber ein Kuss der Anfang zu einer Beziehung ist, spielt der Gedanke an Sex natürlich schon eine Rolle. Es ist ja auch der Anfang einer körperlichen Verbindung.“

Hans: „was meinst du, ob es bei der Frau ebenso abläuft wie bei dir, wenn ihr euch ineinander verliebt?“

Franz: „Das kann ich dir nicht beantworten. Jeder Mensch ist anders, äußerlich und innerlich. Was einem in dieser Situation Verbindet ist ja keine Gedankenübertragung sondern ein Gleichklang der Gefühle. Das Geben und Nehmen der Liebe.“

Hans: „Kannst du dir auch Liebe mit mehreren Frauen vorstellen?“

Franz: „Liebe zu einem anderen Menschen ist eine Sache zwischen den Beiden, aber sie ist meiner Meinung nach nicht der Ausschluss zu einer dritten oder vierten Person. Ich liebe ja auch in der Familie meine Kinder oder meine Eltern ohne es auf eine Person zu beschränken.

Hans: „ Möchtest du auch mit zwei oder gar drei Frauen oder mit einem zweiten Mann gemeinsam leben?“

Franz: „Zusammen mit mehreren Menschen Leben ist etwas Anderes als mehrere Menschen lieben. Nicht immer lieben die, die ich liebe auch die anderen die ich auch liebe. Das zusammen Leben bedarf daher sehr viel Rücksichtnahme und Regeln die eingehalten werden müssen. Im Moment kann ich mir daher so etwas nicht für mich vorstellen. Aber es gibt auch sicherlich Menschen die so eng mit einander Leben wollen.“

Hans: „Kannst du dir auch Sex ohne Liebe vorstellen?“

Franz: „Sex ohne Liebe kann ich mir genauso vorstellen wie ich mir Liebe ohne Sex vorstellen Kann. Liebe ohne Sex ist genauso wenig schlecht wie Sex ohne Liebe. Wobei eine gewisse Zuneigung beim Sex für mich schon wichtig ist. Sex als Pflichterfüllung oder erzwungener Sex in einer Ehe finde ich schrecklich.

Hans: „Ist Sex ohne Liebe für dich nur eine Befriedigung deines Fortpflanzungstriebes ohne jedes Gefühl zum Partner?“

Franz: „Nein niemals. Der Fortpflanzungstrieb ist von der Natur bei Menschen und Tieren gleichermaßen eingerichtet. Wir Menschen empfinden aber Lustgefühle, die umso stärker werden je mehr wir dabei den Partner stimulieren und auf seine Wünsche eingehen. Es entwickelt sich dabei eine schöne Beziehungskultur zwischen den Menschen, aus der auch Liebe entstehen kann.“

Hans: „Ist die Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen, also Frauen mit Frauen und Männer mit Männer in deinen Augen unmoralisch?“

Franz: „Abgesehen davon, dass die herrschende Moral sich ständig wandelt und nicht für eine objektive Beurteilung des Geschlechtsgebarens der Menschen taugt,
müssen alle Mensch das Recht haben ihr Leben so zu gestallten wie sie es möchten, auch ihre Sexualität. Die Argumente der Moralapostel sind immer scheinheilig.

Hans: „Gibt es auch Sex bei Kindern?“

Franz: „Kinder werden erst in der Pubertät geschlechtsreif und haben daher kein sexuelles Verlangen. Neugierde und Fragen die aus der Scham der Erwachsenen nicht beantwortet werden führen dann zu Spiele die als kindliche Sexualität gedeutet werden.

Hans: „Und sex mit Kinder?“

Franz: „Sexualität mit Kindern ist nicht nur verwerflich sondern im hohen Maße schädlich für die Kinder. Der seelische Schaden der dabei entsteht kann die sexuelle Entwicklung der Kinder negativ beeinflussen, so dass ein Sexuell erfülltes Leben nicht mehr ohne Folgen möglich ist.

Hans: Dürfen pubertierende Jugendliche Sex mit einander haben?

Franz: „Die anfängliche natürliche Zurückhaltung der Jugendlichen sollte man akzeptieren, Sexualität ist für sie eine Flut neuer Eindrücke. Fragen zur Selbstbefriedigung sollte man ehrlich und ohne moralische Ermahnungen beantworten. Zur Aufklärung über Folgen sexueller Betätigung, wie die Verhütung und der Schutz vor Krankheiten sind Eltern, Lehrer oder Bezugspersonen ohne den Zeigefinger der Moral meiner Meinung nach verpflichtet. Der Sex zwischen Jugendlichen darf nur im gegenseitigen Einverständnis geschehen. Das gilt besonders für den Sex mit Älteren.
Erwachsene sollten meiner Meinung nach keinen Sex mit Jugendlichen haben, wobei die Grenze individuell verschieden sein kann.

Hans: „ Was ist mit dem Sex unter Verwandten Vater, Mutter; Schwester, Bruder?“

Franz: „So lange Sex im gemeinsamen Einverständnis erfolgt, ist eine Bevormundung vom Staat, Kirche oder sonstiger Institutionen nicht gerechtfertigt.
Jugendliche sollten über die Folgen einer Schwangerschaft aufgeklärt werden.

Hans: „Wir sollten auch Liesa und Greta befragen.“

Franz: „Das ist ein guter Vorschlag. Vielleicht erfahren wir dann die weibliche Sicht zu diesem Thema. Wenn Leserinnen unsere Fragen und Antworten gelesen haben sollten sie unbedingt ein Kommentar für uns schreiben.“

G. P. 02.01.2011

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